Initiative KZ-Außenlager Lichterfelde e.V.

Initiative KZ-Außenlager Lichterfelde e.V.

Aktuelles

Einladung zum 8. Mai 2022

Nachdem in den letzten zwei Jahren, bedingt durch Corona, das Gedenken am 8. Mai nur eingeschränkt möglich war, soll es 2022 wieder eine Gedenkfeier mit der Möglichkeit zum anschließenden Gespräch geben. Wir wollen an die Schrecken des Nationalsozialismus erinnern und uns damit beschäftigen, wie Erfahrungen von den Zeitzeugen an die nächste Generation weiter gegeben wurden. Die Feier beginnt um 12.30 Uhr. Im Anschluss wird es ab 14 Uhr die Möglichkeit geben, sich bei einem kleinen Imbiss im Gemeindehaus der Ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf auszutauschen und über die Aktivitäten des Vereins zu informieren.

Gedenkfeier an der "Säule der Gefangenen"

8. Mai 2022, 12.30 Uhr
Wismarer Str. 26-36
12207 Berlin

Nachmittag der Begegnung

8. Mai 2022, 14 Uhr
Gemeindehaus der Ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf
Ostpreußendamm 64
12207 Berlin

Mila ist in Sicherheit



Mila mit ihren Enkeln.

Foto: Wolfgang Buckow
 Vladimir Ovcharenko war Häftling des Außenlagers Lichterfelde und in der Vergangenheit auch Gast bei unseren Gedenkfeiern zum 8. Mai. Dabei begleitete ihn wiederholt seine Tochter Ludmilla. Als der Krieg gegen die Ukraine begann, musste sie wie so viele überstürzt fliehen. Sie nahm Kontakt zu uns auf, als sie mit ihren beiden Enkeln bereits auf dem Weg war. Mails und Telefonate zwischen ihr und mehreren Mitgliedern der IKZ folgten in schneller Folge und wir freuen uns sehr, dass Vereisnmitglied Wolfgang Buckow eine Unterkunft für die Familie finden konnte, sie am Bahnhof abholte und sich seitdem um die drei kümmert.

Zu den bewegenden Erfahrungen unserer Arbeit gehört, dass wir ursprünhglich "nur" die Opfer des Nationalsozialismus ehren und ihr Gedenken bewahren wollten. Die Menschen, die wir deshalb nach Berlin einluden, wurden oft unsere Freunde. Angesichts des schrecklichen Krieges in der Ukraine ist es um so wichtiger, dies immer wieder zu erzählen. Hass und Krieg können überwunden werden durch Menschlichkeit, Toleranz und das Bemühen um Frieden. Wir freuen uns, dass Mila an dem Ort, an dem ihr Vater leiden musste, Unterstützung und Hilfe gefunden hat.

Nachruf auf Ortrud Lübke

Vor ein paar Tagen erreichte mich die Nachricht, dass die Mitbegründerin der „Initiative KZ-Außenlager Lichterfelde“, Frau Ortrud Lübke, verstorben sei.

Frau Lübke, so erinnere ich mich, war eine der vielen Spenderinnen, die damals, im Jahre 2001, dazu beitrugen, dass ich ernsthaft daran denken konnte, die von mir damals ermittelten ehemaligen Häftlinge des KZ-Außenlagers Lichterfelde zu uns nach Berlin einzuladen. Ich hatte dann Frau Lübke angerufen und für ihre Geldspende gedankt. Aber was nutzte mir das Geld, wenn ich auf weiter Flur als Organisator niemanden hatte, der mich beim Aufenthalt der Gäste unterstützen würde. Frau Lübke erwiderte auf meine Frage, ob sie helfen könnte „ich könnte doch nur Briefmarken kleben da ich doch mit solchen Aufgaben nicht so vertraut bin.“ So begann meine Bekanntschaft mit ihr. Sie war diejenige, die unserem Verein zur Gründung verhalf. Es fehlte zur Vereinsgründung nämlich noch ein Gründungsmitglied und das war ihr Mann. So war aus der „Briefmarkenkleberin“ die Hebamme unseres dann gegründeten Vereins geworden. Das Ehepaar Lübke brachte sich mit Engagement in unsere nunmehrige Vereinsarbeit ein. Wenn ich mich erinnere, so war neben vielen Aufgaben, die Frau Lübke in unserem Verein übernahm, auch die Aufgabe, die Einladungen zu den Veranstaltungen zu versenden. Merken Sie etwas? Eine tolle Frau, die mit ihrem trockenen Humor manche verzweifelte Situation bei mir als Vorsitzenden rettete.

Nun ist sie verstummt. Wir trauern um Ortrud Lübke.

Für alle Mitglieder der Initiative KZ-Außenlager Lichterfelde

Klaus Leutner


Trauer um Ortrud Lübke

Uns erreichte die traurige Nachricht, dass Ortrud Lübke am 10.2.2022 im Alter von 91 Jahren verstorben ist. Ortrud Lübke gehörte zu den Gründungsmitgliedern unseres Vereins und hat gemeinsam mit ihrem Mann die Arbeit der Initiative KZ-Außenlager Lichterfelde mit aufgebaut und unterstützt.


Ortrud Lübke (5. v.l.) und andere Mitglieder des Vereins am "Abend der Begegnung" 2014.

Ehrung für Klaus Leutner

Klaus Leutner ist für sein Engagmenet mit dem Band für Mut und Verständigung ausgezeichnet worden. Dazu gibt es auch ein kleines Video:

Kranzniederlegung am 27. Januar 2022

Trotz des nassen und kalten Wetters fanden sich einige Dutzend Personen an der "Säle der Gefangenen" ein, um in der Stille an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern. (Fotos: Peter Dörrie)

Gedenken am 27. Januar 2022

Wie jedes Jahr veranstaltet das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf am 27. Januar ein Gedenken an der "Säule der Gefangenen". Die stille Kranzniederlegung beginnt um 15.00 Uhr.

Bundesverdienstkreuz für Regina Steinitz

Bei seinem Staatsbesuch in Israel zeichnete Bundespräsident Steinmeier am 30. Juni 2021 auch vier Israelis mit dem Bundesverdienstkreuz aus. Darunter befindet sich auch Regina Steinitz, die gemeinsam mit ihrem Mann Zwi wiederholt unser Gast war. In seiner Rede würdigte Steinmeier in bewegenden Worten das Leben und die Erinnerungsarbeit von Regina und Zwi Steinitz.

Aus der Rede des Bundespräsidenten:

"Als Shimon Peres und ich vor über sechs Jahren mit Studenten der Hebräischen Universität zusammentrafen, fragte ihn eine junge Frau: 'Verehrter Shimon Peres, was wird uns die Zukunft bringen?'

Er antwortete ihr in Form einer Geschichte, die sich mir tief eingeprägt hat.

'Die Zukunft', sagte Peres, 'ist wie ein Kampf zweier Wölfe. Der eine ist das Böse, ist Gewalt, Furcht und Unterdrückung. Der andere ist das Gute, ist Frieden, Hoffnung und Gerechtigkeit.'

Und die junge Studentin fragte zurück: 'Und ? wer gewinnt?'

Shimon Peres lächelte und sagte: 'Der, den Du fütterst.'

Liebe Regina Steinitz, auch Sie waren damals, im Jahr 2015, dabei, als Shimon Peres und ich mit all den klugen jungen Studentinnen und Studenten sprachen. Auch Ihr lieber Mann war dabei, mein guter Freund Zwi, der - dessen bin ich gewiss - uns heute von dort droben zusieht, mit einem Lächeln auf den Lippen.

Und ich weiß, wie wichtig Ihnen der Kampf um unsere Zukunft ist, den Shimon Peres meinte - dieser Kampf, in dem das Gute mit dem Bösen ringt -, denn Sie haben es sich zur Lebensaufgabe gemacht, den guten Wolf zu füttern. Die Geschichte ihres Lebens ist Ihr Geschenk an uns alle.

Liebe Regina Steinitz, als Kind mussten Sie unbeschreibliche Schrecken durchleben und doch haben Sie uns davon erzählt.

Als Überlebende der Shoah haben Sie vor zwanzig Jahren die Entscheidung getroffen, davon zu erzählen, und Sie erzählen bis heute immer wieder davon. Sie erzählen davon, was geschehen ist, damit es nicht noch einmal geschieht.

In Ihrer zehnten Lebensdekade erzählen Sie es allen, die bereit sind zuzuhören, und mit besonderer Überzeugung vielen Schülerinnen und Schülern - gerade aus Deutschland.

In meinem Leben war mir kaum etwas eine so große Ehre wie Ihre Bekanntschaft und Ihre Freundschaft. Ich danke Gott, dass es Ihre Stimme gibt - und wir alle danken Ihnen, dass Sie Ihre Stimme erheben."

Die vollständige Rede können Sie unter https://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Frank-Walter-Steinmeier/Reden/2021/06/210630-Reise-Israel-OV.html nachlesen.

Rudi-Wunderlich-Gedenkfahrt

Nachdem Corona uns letztes Jahr ausgebremst hat, konnten wir uns dieses Jahr endlich wieder aufs Rad schwingen. Diesmal wartete am Ziel sogar noch eine kleine Überraschung auf uns.

Rudi-Wunderlich-Gedenkfahrt

 

Nachdem die Rudi-Wunderlich-Gedenkfahrt im letzten Jahr wegen der Corona-Pandemie leider ausfallen musste, wollen wir dieses Jahr wieder zur Erinnerung an die geglückte Flucht von Rudi Wunderlich auf seiner Fluchtroute quer durch Berlin radeln.

Start: 10 Uhr, Unter den Eichen 126-135, 12205 Berlin

Ziel: Gegen 12 Uhr, Schliemannstr. 9, 10437 Berlin



Videos von der Gedenkveranstaltung am 8. Mai 2021

Trotz der aktuellen Pandemie-Situation, die zu Abstand und Masken zwang, fand die Gedenkveranstaltung am 8. Mai an der "Sauml;ule der Gefangenen" statt. Der musikalische Rahmen konnte dieses Jahr nicht wie üblich von Schüler*innen gestaltet werden, die Beteiliegung und Anteilnahme von langjährigen Unterstützern, Vertretern der Botschaften, des politischen und öffentlichen Lebens war groß.

Das erste Video fasst die Highlights zusammen, die folgenden Videos präsentieren eje einen vollständigen Redebeitrag.








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Broschüre

Die aktuelle Ausgabe unserer Broschüre, die über die Geschichte des Lagers und über die Arbeit des Vereins informiert, gibt es nun auch als eBook. Sie kann im PDF-Format über den Beam eBook-Shop bezogen werden. Die Broschüre ist kostenlos, über eine Spende freuen wir uns aber immer.